Ein gebundenes Lebenswerk in kräftigem Rot

Druckfrisch aus der Presse präsentiert sich der Katalog zur Ausstellung 2016 über die Künstlerfamilie Prachensky in einem kräftigen Rot. Die Farbe Rot wird in unserer Kultur mit Begriffen wie Aktivität, Dynamik, Gefahr, Sexualität, Kraft, Verführung und Temperament aber auch Begierde, Zorn und Blut assoziiert. Nicht ohne Grund bezeichnete sie Markus Prachensky einst als die „Farbe seines Lebens“. Die dominante Farbe stellt auch den Leitfaden des Kataloges dar, in dem man einen umfassenden und ganzheitlichen Überblick über das breite, künstlerische Schaffen der Familie über fünf Generationen findet.

Die Prachenskys sind in Tirol längst ein fester Begriff. Bekannt als Querdenker, Erfinder und Visionäre hinterließen sie deutliche Spuren in der Architektur, Malerei oder auch anderen Kunstformen wie Fotografie, Film oder Grafikdesign. Anlässlich des 100. Geburtstages von Hubert Prachensky veranstaltete das Archiv für Baukunst der Universität 2016 eine zweiwöchige Jubiläumsausstellung, die im Anschluss für drei Wochen in der Innsbrucker Galerie am Claudiaplatz zu sehen war. Dort wurden die einzelnen Familienmitglieder und ihre Werke über fünf Generationen von den Jahren 1862 bis schließlich 2016 vorgestellt.

Von Josef über Theodor, Wilhelm Nicolaus, Hubert, Manfred und Markus bis hin zu den gegenwärtigen Künstlern Michael, Alexander, Matthias und Andreas, zeigt die Werkschau trotz der Individualität jedes Familienmitgliedes einen gewissen Konsens in ihrem Stil und Ausdruck. Dr. Christoph Hölz vom Archiv für Baukunst spricht von einer „schier überbordenden Kreativität“ der Künstlerfamilie. Mit Grußworten von Landeshauptmann Günther Platter und Herwig van Staa führt das gebundene Sammelwerk durch die Welt der Familie und lässt ihr Lebenswerk unvergessen.

Zurück